OCG - Nie mehr zurück!
Das Jahr 1993 werde ich nie vergessen, es war das Jahr meiner persönlichen Wende . Ich war gerade 33 Jahre alt, überzeugter Atheist und seit 5 Jahren mit meiner Frau Dagmar verheiratet. Als Selbständiger verdiente ich gutes Geld und als Bergsteiger hat man einen großen Freundeskreis. Nach außen lief alles perfekt, sah glänzend aus, ich war der Größte.
Doch unter der glänzenden Oberfläche saß der Rost des Egoismus und der Selbstsucht.
Hinter der glänzenden Fassade des Wohlstandes führte ich ein von Süchten getriebenes Leben, das mich und meine Ehe unaufhörlich zerstörte. Dabei wollte ich mich immer wieder verändern, hatte gute Vorsätze, die durch Kraftlosigkeit nie lange anhielten.
Doch wer kann sich aus eigener Kraft schon wirklich verändern, und der Macht der Sünde entfliehen? Ich konnte es nicht.
Am tiefsten Punkt meines Lebens angekommen, mit dem Scheitern meiner Ehe durch Sünde und Sucht konfrontiert gab es für mich nur noch eine einzige Chance. Diese letzte Chance war ein Gott von dem ich gehört hatte, aber nicht wusste, ob er existiert und wo er sich befand.
So setzte ich alles auf diese eine letzte Karte. Ich betete vielleicht das erste mal in meinem Leben und bekannte Jesus Christus in dieser besagten Nacht meine Sünden, und schenkte ihm mein verpfuschtes Leben. Ich bot Gott einen Herrschaftswechsel in meinem Leben an, nicht mehr wollte ich sagen wo es lang geht, sondern mich von Christus leben lassen.
Christus zog darauf hin bei mir ein und das war schon am nächsten Tag deutlich zu spüren.
Plötzlich merkte ich, dass da in mir eine neue übernatürliche Kraft war. Die Sünde der Sucht, die bis dahin immer die Herrschaft über mich hatte, war gebrochen. Ich merkte, dass in mir plötzlich eine Kraft war, die mich über die Sucht herrschen ließ. Und außerdem war da noch plötzlich eine Willigkeit in mir, die Sünde zu hassen. Die Sünde, ein mächtiges Bollwerk, was mich jahrelang geplagt und meine Ehe fast völlig zerstört hatte, wurde über Nacht, von einer Minute zur anderen, aufgelöst.
Das war der erste Sieg Gottes in meinem Leben.
Mit dieser Umkehr zu Jesus Christus spürte ich, dass da noch etwas in mir verändert worden ist. Über deutlich war da ein Drang in mir, Menschen zu suchen, in denen Christus genau so lebt wie in meiner Frau und mir. Auf dem Weg unserer Suche fanden wir Aufnahme in einer Freikirche, wo wir getauft wurden und für die nächsten Jahre unsere geistige Heimat fanden.
Jedoch schon bald merkten wir, dass es mit unserer praktischen Veränderung nicht weiter ging. Statt die Unruhen und Probleme in unserem Leben anzupacken und zu lösen, begannen wir auf einen zukünftigen Himmel zu hoffen, wo alles besser wird und es keine Probleme mehr gibt.
Dabei hätte es in meinem Leben viel zu tun gegeben. Denn von mir ging viel Unruhe und Unfrieden aus. So hatte ich aus meinem alten Leben das Wesen der Besserwisserei mit in das Reich Gottes hineingeschleppt und mich so von einem atheistischen Besserwisser zu einem christlichen Besserwisser verwandelt. Ihr könnt mal raten welcher Besserwisser nun angenehmer für seine Umgebung ist.
Das waren aber nicht die einzigsten Charaktersünden, die mir noch anhafteten und mit denen ich meine Umgebung immer wieder quälte.
Disziplinlosigkeit, Unenthaltsamkeit, Eigenwilligkeit, Stolz und Geltungssucht brachten immer wieder Spannungen und Unruhen zwischen meiner nächsten Umgebung und mir. Das Schlimmste daran war, dass ich diese Charaktersünden in mir nicht erkannte, sondern den Fehler immer wieder bei dem anderen Menschen suchte. Wenn die Anderen nur anders wären, dann wäre die Welt in Ordnung, war mein Motto.
Dass es an mir selber liegen könnte, dazu brauchte es wieder eine neue Offenbarung Gottes.
In dieser Situation lernte ich die Familie von Ivo Sasek aus der Schweiz kennen. Bei denen lief alles anders. Mit ihren Leben bezeugten sie, dass man selbst als Familie mit elf Kindern in einem beständigen Frieden und Harmonie leben kann. Streit, Selbstsucht, Eigenwilligkeiten und Bosheiten kennen sie in ihrer Mitte nicht.
Das forderte uns total heraus.
Warum konnten wir zu zweit nicht beständig in diesem Frieden und göttlichem Leben sein? Wir wagten 2002 den Schritt zur Bemessung. Hier während der Bemessung floß viel Gnade und Offenbarungskraft. Ich konnte meine ganze Verdrehtheit sehen, in der ich lebte. Wie viel altes Wesen, wie viel Eigenwillikeit wollte ich doch mit in das Reich Gottes importieren und wunderte mich, wenn ich überall mit den Menschen kollidierte.
Einsicht ist der ERSTE Schritt zur Umwandlung.
Christus mit Seiner ganzen Fülle wohnt in mir, darum ist mir alles möglich. So lerne ich jetzt täglich in Seiner Barmherzigkeit, Liebe, Geduld und Großzügigkeit zu leben. Diese positiven Veränderungen verspürte zuerst meine Frau, die durch die Bemessung auch völlig ins Positive umgekrempelt wurde. Furchtbare 8 Jahre wurde meine Frau Dagmar von einer Schizophrenie geplagt. Jahrelange Krankenhausaufenthalte waren die Folge. Gegen jegliche ärztlichen Prognosen konnte Sie die Krankheit überwinden.
In Christus wird alles heil.
Seit dieser Zeit können wir gemeinsam immer mehr in diesem Lebensstrom des Friedens mitfließen. Wir erleben, wie wir immer mehr verändert werden und wie wir immer mehr zum Segen für andere Menschen werden, die auch Veränderung suchen. Wir spüren, wie dieser Segen Gottes auf uns liegt und erleben, wie wir alle Probleme des Alltages in der Gelassenheit des Glaubens übernatürlich lösen können.
Ruhe des Glaubens über Versorgungs- und Gesundheitsfragen ist in unser Leben eingezogen.
Eingebunden in dem apostolisch-prophetischem Dienst von Ivo Sasek können wir mit den anderen Geschwistern gemeinschaftlich den Willen Gottes herausspüren und tun.
Nie mehr zurück, nie mehr das Alte !
Nur noch nach vorn, Gott selbst und die immer tiefere Vereinigung mit Ihm ist unser Herzensziel.
In Liebe, Jörg + Dagmar Teichert
